Meditation

16. Karmapa-Meditation

Die Karmapa-Meditation wurde vom 16. Karmapa, dem Oberhaupt unserer Linie, für den Westen gegeben und ist unsere Zentrumshauptpraxis. Sie eignet sich sehr gut als erste Meditation für die tägliche persönliche Praxis. Dabei wird der 16. Karmapa (oder auch Buddha) als Spiegel für unsere eigenen erleuchteten Fähigkeiten und unsere Buddhanatur gesehen.

Grundübungen

Die Grundübungen (tib. Ngöndro) sind der nächste grosse Schritt auf unserem Weg. Sie werden in dieser Form seit mehr als 1000 Jahren in allen tibetischen Schulen praktiziert und bestehen aus vier Meditationen, den Verbeugungen, Diamantgeist (Dorje Sempa), den Mandalagaben und Guru Yoga. Jede dieser Übungen wird 111’111 Mal ausgeführt. Die Grundübungen dauern oft mehrere Jahre und werden dann begonnen, wenn wir uns wirklich entschieden haben, diesen buddhistischen Weg weitergehen zu wollen. Als Vorbereitung und «Vorgeschmack» auf die Grundübungen wird die Zufluchts-Meditation mit 11’111 Mantra-Wiederholungen praktiziert. Dabei richtet man sich auf die einzigen dauerhaften, unvergänglichen Werte, die Klarheit und Unbegrenztheit unseres Geistes aus, sowie auf den Lehrer, die Mittel und Werkzeuge und die Freunde, die uns auf dem Weg unterstützen.

Phowa – die Praxis des «Bewussten Sterbens»

Phowa ist eine Meditation, die im Diamantweg-Buddhismus verwendet wird, um den Geist gut auf den Tod vorzubereiten. Sie ist im Moment des Sterbens sehr nützlich und kann auch beim Tod von anderen angewendet werden. Phowa kann an einem mehrtägigen Kurs erlernt werden, der von Lama Ole gegeben wird, der die Übertragung dazu von mehreren Lamas erhalten hat. Vor dem Kurs ist eine Vorbereitungspraxis auf den «Buddha des Grenzenlosen Lichtes» (Amithaba) mit 111’111 Wiederholungen erforderlich. Informationen dazu in jedem Zentrum.

Persönliche Meditationspraxis

Die tägliche persönliche Meditationspraxis ist grundlegend auf dem Weg zur Erleuchtung. Anfangs eignet sich dafür sehr gut die 16. Karmapa-Meditation oder die Zuflucht-Meditation, später die Grundübungen und die darauf folgende weiterführende Praxis. Es ist viel sinnvoller, täglich auch nur 10-15 Min. zu meditieren, als nur ab und zu längere Sitzungen zu machen. Jeder baut sich nach seinen Möglichkeiten und Umständen eine tägliche Praxisgewohnheit auf.

Gruppenmeditation

Ebenfalls sehr wichtig auf dem Weg ist es, ab und zu gemeinsam in der Gruppe im Zentrum zu meditieren. Im Kraftfeld des Zentrums geschieht die Übertragung, und das gemeinsame Meditieren gibt Kraft, Inspiration und Motivation für die tägliche Praxis.

Weitere Meditationen

Es gibt noch weitere Meditationen, die wir nicht im Zentrum als gemeinsame Praxis anbieten, die jedoch bei persönlichem Interesse und Neigung gewählt werden können, wie z.B. die Medizinbuddha-Meditation oder die Meditation auf Liebevolle Augen.

 
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